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Rechte Maschen stricken – einfache Anleitung

Hände stricken Reihen rechter Maschen mit den glatten V-Formenvon KI generiert

Die rechte Masche ist die wichtigste und häufigste Masche beim Stricken. Wer sie beherrscht, kann bereits einen Schal oder ein Stirnband stricken – denn strickt man jede Reihe rechts, entsteht das anfängerfreundliche „Kraus rechts“. In dieser Anleitung lernst du die rechte Masche Schritt für Schritt, verstehst den Unterschied zwischen kraus und glatt rechts und erfährst, wie du typische Fehler vermeidest.

Hände stricken Reihen rechter Maschen mit den glatten V-Formenvon KI generiert
Rechte Maschen bilden die glatten V-Formen der rechten Seite.

Was ist eine rechte Masche?

Die rechte Masche (auch „Rechtsmasche“) ist die Grundmasche, bei der die neue Schlaufe von hinten nach vorn durch die alte Masche gezogen wird. Auf der Vorderseite erkennt man sie an dem typischen kleinen „V“. Fast jedes Strickmuster baut auf rechten und linken Maschen auf – die rechte Masche ist dabei die Basis.

Rechte Masche stricken – Schritt für Schritt

Rechte Nadel sticht von vorn in die Masche, der Faden liegt hintenvon KI generiert
Von vorn einstechen, Faden holen, Masche abheben – so entsteht die rechte Masche.
  1. Halte die Nadel mit den Maschen in der linken Hand, die leere Nadel rechts. Der Arbeitsfaden liegt hinter der Arbeit.
  2. Stich mit der rechten Nadel von vorne links in die erste Masche der linken Nadel ein.
  3. Lege den Arbeitsfaden von hinten um die rechte Nadel.
  4. Zieh diese neue Schlaufe durch die alte Masche nach vorn.
  5. Lass die alte Masche von der linken Nadel gleiten – die neue rechte Masche sitzt jetzt auf der rechten Nadel.

Wiederhole das bis zum Reihenende. Am Anfang darf es langsam gehen – Gleichmäßigkeit ist wichtiger als Tempo.

Kraus rechts: das Anfängermuster

Kraus-rechts-Gestrick mit den typischen waagerechten Rippenvon KI generiert
Jede Reihe rechts gestrickt ergibt kraus rechts mit Querrippen.

Strickst du jede Reihe in rechten Maschen, entsteht Kraus rechts (auch „krause Rechte“). Dieses Muster ist griffig, dehnbar und – der große Vorteil – es rollt sich nicht ein. Deshalb ist es das ideale Muster für den ersten Schal oder ein Stirnband. Optisch entstehen dabei quer verlaufende Rippen.

Glatt rechts: rechts und links kombiniert

Für die glatte Optik eines Pullovers strickst du glatt rechts: In der Hinreihe alle Maschen rechts, in der Rückreihe alle Maschen links. So zeigt die Vorderseite lauter kleine „V“, die Rückseite dagegen die „Perlen“ der linken Maschen. Glatt rechts rollt sich an den Rändern ein – hier brauchst du also einen Rand aus Kraus- oder Rippenmuster. Wie die linke Masche geht, liest du unter Linke Maschen stricken.

Rechts stricken in Runden

Beim Stricken in Runden (z. B. Socken oder Mütze) entsteht glatt rechts schon dann, wenn du jede Runde rechts strickst – weil du immer von der Vorderseite arbeitest. Das ist einer der Gründe, warum Socken und Mützen so „nebenbei“ glatt werden.

Typische Fehler bei der rechten Masche

  • Faden vor der Arbeit: Liegt der Faden versehentlich vorn, entsteht ungewollt eine linke Masche oder ein Umschlag. Bei der rechten Masche gehört der Faden nach hinten.
  • Verdrehte Maschen: Wird die Nadel falsch herum eingestochen, sitzt die Masche verdreht. Achte darauf, von vorne links einzustechen.
  • Zu feste Maschen: erschweren das Einstechen. Locker bleiben.

Gleichmäßige Spannung für einheitliche rechte Maschen

Die Einheitlichkeit deiner rechten Maschen erreichst du durch konstante Garnspannung. Halte den Arbeitsfaden mit der rechten Hand über den Zeigefinger und fixiere ihn leicht mit Mittel- und Ringfinger. Variiere den Druck des Zeigefingers. Ein zu lockerer Faden erzeugt weite Maschen, ein zu straffer Faden zu feste. Achte darauf, dass jede Masche auf dem Nadelspiel oder der Rundstricknadel denselben Umfang erhält, bevor du sie abgleiten lässt. Dies vermeidet unregelmäßige Strickbilder.

Maschen zählen und Reihen anhand rechter Maschen prüfen

Um dein Strickstück zu überprüfen, zählst du die rechten Maschen. Jede rechte Masche bildet ein deutliches „V“ auf der Vorderseite des Gestricks. Zähle diese „V“s horizontal, um die Maschenanzahl pro Reihe zu bestimmen. Für die Reihenanzahl zählst du die „V“s vertikal. Jede V-Form steht für eine gestrickte Reihe. Dies hilft dir, Fehler wie Maschenverlust oder ungewollte Zunahmen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Die rechte Masche in plastischen Mustern

Die rechte Masche bildet die Grundlage für viele plastische Strickmuster, wie zum Beispiel Zopfmuster oder Reliefstrukturen. Bei Zopfmustern werden Gruppen von rechten Maschen gekreuzt, um einen erhabenen Effekt zu erzielen. Für einen 2/2-Zopf verschiebst du zwei rechte Maschen auf eine Hilfsnadel und strickst die nächsten zwei rechten Maschen, bevor du die Maschen der Hilfsnadel abstrickst. Das Hervortreten der rechten Maschen erzeugt die typische dreidimensionale Optik.

Häufige Fragen zur rechten Masche

Was ist der Unterschied zwischen rechter und linker Masche?
Bei der rechten Masche liegt der Faden hinten und die Schlaufe wird nach vorn gezogen; bei der linken Masche liegt der Faden vorn und die Schlaufe wird nach hinten gezogen. Die linke Masche ist praktisch die Rückseite der rechten.

Was ist Kraus rechts?
Ein Muster, bei dem jede Reihe rechts gestrickt wird. Es liegt flach, ist dehnbar und ideal für Anfänger.

Warum rollt sich mein glatt rechts gestricktes Stück ein?
Glatt rechts rollt sich naturgemäß an den Rändern ein. Ein Rand aus Kraus- oder Rippenmuster verhindert das.

Wie entsteht glatt rechts in Runden?
Weil du in Runden immer von der Vorderseite strickst, genügt es, jede Runde rechts zu stricken – die Rückreihe in links entfällt.

Wohin gehört der Faden bei der rechten Masche?
Nach hinten, also hinter die Arbeit. Liegt er vorn, entsteht keine saubere rechte Masche.

Woran erkenne ich eine rechte Masche?
An dem kleinen liegenden „V“ auf der Vorderseite des Gestricks.

Kann ich einen ganzen Schal nur mit rechten Maschen stricken?
Ja – in Kraus rechts. Das ist der klassische Anfänger-Schal.

Warum sind meine Maschen unterschiedlich groß?
Meist liegt es an ungleichmäßiger Fadenspannung. Mit Übung wird das Maschenbild automatisch gleichmäßiger.

Fazit

Die rechte Masche ist das Fundament des Strickens. Mit ihr allein kannst du schon in Kraus rechts loslegen – für einen Schal oder ein Stirnband brauchst du nichts weiter. Sobald sie sitzt, ergänzt du die linke Masche und kombinierst beide zu glatt rechts, Rippen und Mustern. Den großen Überblick gibt Stricken lernen.

Was tun, wenn eine rechte Masche von der Nadel gefallen ist?
Fällt eine rechte Masche, nimm sofort eine Häkelnadel und fange die heruntergefallene Masche auf. Arbeite dich vorsichtig von unten Masche für Masche durch die freiliegenden Querfäden, bis die Masche wieder auf der Stricknadel sitzt.

Wie zähle ich Maschen nach dem Anschlag korrekt, bevor ich die erste Reihe rechter Maschen stricke?
Zähle die Schlaufen direkt auf der Nadel, bevor du mit der ersten Reihe beginnst. Jede Schlaufe, die fest auf der Nadel sitzt, zählt als eine Masche.

Warum sehen meine rechten Maschen manchmal größer oder ungleichmäßiger aus als andere?
Dies liegt meist an ungleichmäßiger Fadenspannung oder variierendem Einstichpunkt beim Bilden der Masche. Achte auf einen konstanten Fadenlauf um deinen Finger und steche stets mittig in das „V“ der Vorreihe ein.

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