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Nadelspiel: in Runden stricken lernen

Socke auf einem Nadelspiel aus fünf Nadeln im Quadratvon KI generiert

Das Nadelspiel ist der Klassiker zum Stricken kleiner Schläuche wie Socken, Handschuhe und Mützenspitzen. Es besteht aus fünf kurzen, an beiden Enden spitzen Nadeln (englisch DPN – double pointed needles): Vier tragen die Maschen, mit der fünften wird gestrickt. In dieser Anleitung lernst du, wie du mit dem Nadelspiel nahtlos in Runden strickst und das anfängliche „Nadelgewirr“ meisterst.

Socke auf einem Nadelspiel aus fünf Nadeln im Quadratvon KI generiert
Das Nadelspiel verteilt die Maschen auf vier Nadeln – mit der fünften wird gestrickt.

Was ist ein Nadelspiel?

Ein Nadelspiel ist ein Satz aus fünf (manchmal vier) kurzen Doppelspitz-Nadeln. Die Maschen verteilen sich auf vier Nadeln, die zusammen einen Ring bilden; die fünfte ist die Arbeitsnadel. So kannst du in Runden ohne Naht stricken. Die moderne Alternative ist Magic Loop mit einer langen Rundnadel.

Maschen auf das Nadelspiel verteilen

Hände verteilen die Maschen gleichmäßig auf vier Nadelnvon KI generiert
Die Maschen gleichmäßig auf vier Nadeln verteilen, die fünfte ist die Arbeitsnadel.

Nach dem Anschlag verteilst du die Maschen gleichmäßig auf vier Nadeln. Bei 60 Maschen sind das 15 pro Nadel. Lege die vier Nadeln so hin, dass sie ein Viereck bilden und der Anschlag nicht verdreht ist. Dann schließt du die Runde, indem du mit der fünften Nadel die erste Masche der ersten Nadel strickst. Ein Maschenmarkierer oder der Anfangsfaden zeigt dir den Rundenanfang.

Welche Nadel ist welche? Die Orientierung

Gerade wenn eine Anleitung sagt „stricke die Ferse über Nadel 4 und 1″, fragst du dich: Wo fange ich an zu zählen? Die Orientierung gibt dir der Anfangsfaden vom Anschlag: Unmittelbar links vom Faden liegt Nadel 1, unmittelbar rechts davon Nadel 4 – dazwischen laufen Nadel 2 und 3. Die beiden Nadeln am Faden (4 und 1) sind auch die, über die später bei der Käppchenferse die Fersenwand gestrickt wird. Ein Maschenmarkierer am Rundenanfang erfüllt denselben Zweck.

In Runden stricken

Hände stricken in Runden auf dem Nadelspiel, eine Nadel gerade freivon KI generiert
Immer die frei gewordene Nadel wird zur Arbeitsnadel – Runde um Runde.
  1. Stricke alle Maschen der ersten Nadel ab – die Nadel wird frei und ist deine neue Arbeitsnadel.
  2. Mit dieser freien Nadel strickst du die nächste Nadel ab, und so weiter im Kreis.
  3. Immer die gerade frei gewordene Nadel wird zur Arbeitsnadel – so wandert das „Spiel“ um die Runde.

Am Anfang wirkt das unübersichtlich, aber der Rhythmus stellt sich schnell ein. Es sind immer nur zwei Nadeln aktiv – die anderen ruhen einfach.

Leiter zwischen den Nadeln vermeiden

Der typische Nadelspiel-Fehler ist die „Leiter“: eine lockere Maschenspalte an den Nadelübergängen. So verhinderst du sie:

  • Die erste Masche jeder Nadel besonders fest anziehen.
  • Die Nadelübergänge bei jeder Runde leicht versetzen (ab und zu eine Masche mehr auf die nächste Nadel nehmen), damit die Spalte nicht immer an derselben Stelle liegt.

Nadelspiel oder Magic Loop?

  • Nadelspiel: traditionell, teilt die Runde übersichtlich in Viertel, kein Schlaufenziehen. Nachteil: Maschen können von den Enden rutschen, das Handling wirkt anfangs sperrig.
  • Magic Loop: nur eine Nadel, nichts rutscht ab. Nachteil: das ständige Schlaufenziehen.

Das Ergebnis ist identisch. Viele Strickende beherrschen beides und wählen nach Projekt und Vorliebe.

Übergang zwischen den Nadeln

Um einen nahtlosen Übergang zwischen den Nadeln zu gewährleisten, musst du die letzte Masche auf der aktuellen Nadel stricken und dann die erste Masche auf der nächsten Nadel stricken, ohne die Nadel zu wechseln. Dieser Vorgang sollte innerhalb von 2-3 Maschen erfolgen, um ein Loch oder eine Leiter zu vermeiden.

Häufige Fragen zum Nadelspiel

Aus wie vielen Nadeln besteht ein Nadelspiel?
Meist aus fünf kurzen Doppelspitz-Nadeln: vier tragen die Maschen, eine ist die Arbeitsnadel. Es gibt auch Sätze mit vier Nadeln (drei plus Arbeitsnadel).

Wie verteile ich die Maschen?
Gleichmäßig auf vier Nadeln, z. B. 15 Maschen pro Nadel bei 60 Maschen. Die Nadeln bilden ein Viereck.

Wie schließe ich die Runde?
Indem du mit der fünften Nadel die erste Masche der ersten Nadel strickst – dabei darauf achten, dass der Anschlag nicht verdreht ist.

Was ist eine Leiter beim Nadelspiel?
Eine lockere Maschenspalte an den Nadelübergängen. Sie verschwindet, wenn du die erste Masche jeder Nadel fest anziehst.

Rutschen die Maschen nicht von den Nadeln?
Das kann passieren, weil die Nadeln an beiden Enden offen sind. Mit etwas Übung und ruhiger Nadelführung passiert es kaum noch; wer das vermeiden will, nutzt Magic Loop.

Welche Nadelstärke brauche ich für Socken?
Für 4-fädige Sockenwolle meist 2,0–2,5 mm – als Nadelspiel in kurzer Länge.

Ist das Nadelspiel schwerer als Magic Loop?
Nicht grundsätzlich – es fühlt sich am Anfang nur ungewohnter an. Beide Methoden sind gut erlernbar.

Kann ich mit dem Nadelspiel auch Handschuhe stricken?
Ja, gerade Finger und schmale Schläuche gelingen mit dem Nadelspiel sehr gut.

Fazit

Das Nadelspiel ist die klassische Art, Socken und andere kleine Schläuche nahtlos zu stricken: vier Nadeln tragen, eine strickt. Das „Nadelgewirr“ wirkt nur am Anfang kompliziert – nach wenigen Runden hast du den Dreh raus. Ziehe die erste Masche jeder Nadel fest, dann bleibt das Maschenbild sauber. Die moderne Alternative ist Magic Loop; das ideale Übungsprojekt ist die Socke.

Wie viele Nadeln benötige ich zum Rundenstricken?
Du benötigst in der Regel 4 Nadeln, um eine Runde zu stricken.

Wie vermeide ich ein Loch am Nadelübergang?
Du kannst ein Loch am Nadelübergang vermeiden, indem du die letzte Masche auf der aktuellen Nadel strickst und dann die erste Masche auf der nächsten Nadel strickst, ohne die Nadel zu wechseln.

Für welche Arten von Projekten eignet sich das Rundenstricken mit einem Nadelspiel?
Das Rundenstricken mit einem Nadelspiel eignet sich hervorragend für Projekte wie Pullover, Mützen und Handschuhe.

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