Ein Loop stricken (auch Rundschal oder Schlauchschal) ist ein einfaches, schnelles Projekt mit großer Wirkung: ein geschlossener Ring, den man ein- oder zweimal um den Hals legt – ganz ohne herabhängende Enden. In dieser Anleitung lernst du die zwei Wege zum Loop (in Runden oder flach mit Naht), wie du die richtige Länge wählst und welche Muster besonders gut wirken.
von KI generiertWas ist ein Loop?
Ein Loop ist ein zum Ring geschlossener Schal. Man unterscheidet zwei Längen: den kurzen Loop (ca. 60–70 cm Umfang), der eng am Hals sitzt, und den langen Loop (ca. 120–140 cm), den man doppelt legt. Der Vorteil gegenüber dem klassischen Schal: Er rutscht nicht und hat keine störenden Enden.
Das brauchst du
- Wolle: für einen warmen Loop dickeres Garn (Nadelstärke 5–7 mm), je nach Länge 150–300 g.
- Rundnadel in passender Länge (für die Rundvariante) oder gerade Nadeln (für die flache Variante).
- Wollnadel zum Vernähen bzw. Zusammennähen.
Variante 1: Loop in Runden stricken (nahtlos)
von KI generiert- Maschen anschlagen, sodass der Umfang der gewünschten Loop-Länge entspricht, und zur Runde schließen (nicht verdrehen).
- Im gewünschten Muster in Runden stricken, bis die Breite (Höhe des Schlauchs) passt – meist 20–30 cm.
- Abketten und Faden vernähen – fertig, ganz ohne Naht.
Der Vorteil: kein Zusammennähen. Der Nachteil: Man braucht viele Maschen und eine ausreichend lange Rundnadel.
Variante 2: Flach stricken und zusammennähen
- Wie einen normalen Schal in der gewünschten Breite und Länge flach stricken.
- Die beiden schmalen Enden mit dem Matratzenstich zu einem Ring zusammennähen.
Diese Variante ist für Anfänger oft einfacher, weil man in geraden Reihen arbeitet und keine lange Rundnadel braucht.
Die richtige Länge und Breite
Überlege dir zuerst, ob der Loop einfach eng oder doppelt gelegt getragen werden soll: kurzer Loop 60–70 cm, langer Loop 120–140 cm Umfang. Die Breite (Höhe des Schlauchs) liegt meist bei 20–30 cm. Bei elastischen Mustern kannst du etwas knapper rechnen, bei festen großzügiger.
Passende Muster für den Loop
- Patentmuster: weich, dick, beidseitig gleich – ideal, weil man beim Loop beide Seiten sieht. Siehe Patentmuster.
- Perlmuster: flach, edel, beidseitig schön – siehe Perlmuster.
- Zopfmuster: für den kuscheligen Winter-Look – siehe Zopfmuster.
- Kraus rechts: am einfachsten und griffig.
Weil man beim Loop beide Seiten sieht, sind beidseitig schöne Muster (Patent, Perl) besonders empfehlenswert.
Typische Fehler beim Loop
- Verdrehter Anschlag (Rundvariante): Vor dem Schließen prüfen – sonst hat der fertige Loop eine ungewollte Drehung.
- Sichtbare Naht (flache Variante): Enden Masche für Masche mit dem Matratzenstich verbinden.
- Falsche Länge: vor dem Abketten anprobieren, ob der Loop wie gewünscht sitzt.
Den Loop-Rundschal nachstricken
Wenn dein Loop-Rundschal fertiggestrickt ist, kannst du ihn nachstricken, um ihn weicher und gleichmäßiger zu machen. Dafür solltest du ihn für etwa 2-3 Stunden in lauwarmes Wasser einweichen und dann vorsichtig auswrangen. Anschließend kannst du ihn auf eine flache Oberfläche legen und ihn in Form bringen, indem du ihn vorsichtig auseinanderziehst.
Häufige Fragen zum Loop stricken
Wie lang sollte ein Loop sein?
Ein kurzer, eng anliegender Loop hat 60–70 cm Umfang, ein langer zum doppelt Legen 120–140 cm.
In Runden oder flach stricken?
In Runden ergibt einen nahtlosen Loop, ist aber maschenintensiv. Flach mit Naht ist für Anfänger oft einfacher.
Welches Muster eignet sich am besten?
Beidseitig schöne Muster wie Patent- oder Perlmuster, weil man beim Loop beide Seiten sieht. Auch Zöpfe wirken toll.
Wie viel Wolle brauche ich?
Je nach Länge und Dicke etwa 150–300 g. Ein langer, dicker Loop braucht mehr.
Wie breit sollte ein Loop sein?
Meist 20–30 cm hoch (Schlauchbreite). Bei elastischen Mustern kann man knapper rechnen.
Wie vermeide ich eine Drehung im Loop?
Bei der Rundvariante den Anschlag vor dem Schließen der Runde sorgfältig entdrehen.
Wie nähe ich die Enden unsichtbar zusammen?
Mit dem Matratzenstich Masche für Masche – so ist die Naht kaum zu sehen.
Was ist der Unterschied zwischen Loop und Schal?
Der Loop ist ein geschlossener Ring ohne Enden; der klassische Schal ist offen. Aus einem Schal wird durch Zusammennähen ein Loop.
Fazit
Ein Loop ist ein schneller, praktischer Rundschal, der nicht verrutscht und keine Enden hat – nahtlos in Runden gestrickt oder flach mit Naht. Wähle die Länge nach dem gewünschten Trage-Look und ein beidseitig schönes Muster wie Patent oder Perl. Verwandte Projekte: Schal stricken und Stirnband stricken; passende Muster: Patentmuster und Brioche; die Grundlagen unter Stricken lernen.
Wie viele Nadeln benötige ich für einen Loop-Rundschal?
Du benötigst normalerweise 1 Paar Nadeln, um einen Loop-Rundschal zu stricken.
Wie lange dauert das Stricken eines Loop-Rundschals?
Das Stricken eines Loop-Rundschals kann je nach Größe und Komplexität des Musters zwischen 2-10 Stunden dauern.
Welche Wolle eignet sich am besten für einen Loop-Rundschal?
Eine weiche, mittelschwere Wolle mit guter Elastizität eignet sich am besten für einen Loop-Rundschal.
